Aktuelles

Wir begrüßen unseren Familienzuwachs "Nicky".

Seit dem 09.09.2011 bereichert die kleine Mischlingshündin unseren Familienalltag.

Die Tageskinder kommen nicht direkt mit der Hündin in Kontakt, sie hält sich während des Tages in der Küche und im Eingangsbereich auf. Den Durchgang zum Wohnzimmer wird durch ein Türgitter abgetrennt.

 

 

Meine Tagespflegestelle hat jetzt einen eigenen Namen und ein eigenes Logo.

Ab dem  01.03.2011 heißen wir jetzt "Elverter Mäuse"

 

 

 

Am 22.01.2011 stand ein Artikel über mich und meine Tätigkeit in den Westfälischen Nachrichten.

 

 

 

Leben wie in einer Großfamilie
Meike Ewigmann inmitten „ihrer Kinderschar“: Pflegekind Mika, Söhnchen Felix, Pflegekinder Matthias und Maja und Sohn Mika (v.r.) haben sich zum gemeinsamen Spielen im Wohnzimmer versammelt.Fotos:
Meike Ewigmann inmitten „ihrer Kinderschar“: Pflegekind Mika, Söhnchen Felix, Pflegekinder Matthias und Maja und Sohn Mika (v.r.) haben sich zum gemeinsamen Spielen im Wohnzimmer versammelt.Fotos:
(Beate Nießen)


Lüdinghausen - Geregelte Arbeitszeiten? Zur Mittagspause in die Kantine, um dort in Ruhe etwas zu essen und mit den Kollegen einen gemütlichen Plausch zu halten? Nein, so sieht Meike Ewigmanns Berufsalltag nicht aus. Mal geht ihr Job um sechs in der Früh los, mal endet er erst um halb Acht am Abend. Und beim Mittagessen sitzen bis zu sieben hungrige kleine Mäuler mit am großen Küchentisch und wollen unterhalten werden. „Nur auf Toilette, da bin ich mal alleine“, sagt die Tagesmutter mit einem Augenzwinkern. Vor vier Jahren - ein Jahr nach der Geburt ihres ersten Sohnes Mika - hat sich die gelernte Erzieherin entschlossen, nicht wieder an ihre Arbeitsstelle in einem Kindergarten in Herbern zurückzukehren. Ein Entschluss, den sie bis heute nicht bereut.

„Ich bin jetzt mein eigener Chef. Das bedeutet zwar auch sehr viel Arbeit, aber das nehme ich gerne in Kauf.“ Von Montag bis Freitag kümmert sich die inzwischen zweifache Mutter - Sohn Felix ist gerade 20 Monate alt - um bis zu acht „Ziehkinder“, wie sie ihre kleine Kundschaft liebevoll nennt. „Ich habe vom Jugendamt die Erlaubnis, bis zu acht Kinder anzunehmen, allerdings dürfen nur maximal fünf gleichzeitig hier sein“, erklärt sie die Regelung. Dazu kommen natürlich noch ihre beiden eigenen Sprösslinge, von denen „der Große“ allerdings schon in den Kindergarten geht.



Wie viele Kinder man als Tagesmutter beaufsichtigen darf, hängt unter anderem vom Platz ab. Und von dem gibt es bei der Familie Ewigmann mehr als reichlich. Auf dem Hof der Schwiegereltern in der Bauerschaft Elvert können sich die Kinder nach Lust und Laune austoben - ob nun draußen auf dem Hof und den Wiesen oder drinnen im geräumigen Wohnzimmer oder der gemütlichen Wohnküche. Und überall erkennt der Besucher auf einen Blick: Hier dreht sich alles um die lieben Kleinen. Trinkfläschchen, Milchpulver und Hochstühlchen in der Küche, der Wickeltisch im umfunktionierten Arbeitszimmer und Kisten voller Spielzeug sowie ein großer bunter Spielteppich im Wohnraum. Wer noch ein Mittagsschläfchen braucht, darf ins Elternschlafzimmer. Dort warten drei Reisebettchen auf die müden Kleinen.

Ein Zimmer allerdings darf nur nach vorheriger Erlaubnis betreten werden. Und die vergibt Sohn Mika nur in Ausnahmefällen. „Er will natürlich auch mal seine Ruhe haben. Das müssen die anderen Kinder dann ebenso akzeptieren wie sein kleiner Bruder“, erklärt Mama Meike lachend.

Das Leben der Ewigmanns und ihrer kleinen Gäste spielt sich ab wie in einer Großfamilie. Es wird zusammen gespielt, gegessen, getobt und natürlich auch mal gestritten. „Diese familiäre Atmosphäre schätzen die Eltern ja gerade so. Das ist für die Kinder etwas völlig anderes, als den Tag im Kindergarten zu erleben.“ Und so verwundert es auch nicht, dass es Meike Ewigmann durchaus schwer fällt, ihre jungen Pflegekinder später wieder ziehen zu lassen. „Die meisten gehen, wenn sie über drei Jahre alt sind, manche bleiben aber auch bis zum Schulanfang.“ Vor allem Eltern, die mit den Öffnungszeiten eines Kindergartens nicht ihre Arbeitszeiten abdecken können, sind auf Tagesmütter wie Meike Ewigmann angewiesen. „Aber es gibt auch Eltern, die sich ohne Zwänge ganz bewusst für uns entscheiden.“

» Wer Interesse an der Arbeit einer Tagesmutter oder an einem Betreuungsplatz hat, kann sich an Petra Schmidt vom Jugendamt des Kreises Coesfeld unter ' 02541/185237 wenden.
VON BEATE NIESSEN, GREVEN